Offener Brief des Seglerverbandes MV an Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck


Nachfolgend erlauben wir uns eine Pressemitteilung des Seglerverbandes Meckelnburg Vorpommern vom 1.10.2012 zu veröffentlich.

Segler werben bei Gauck für Nothafen

 

Mit einem offenen Brief an den Bundespräsidenten Joachim Gauck unternimmt der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern (SVMV) einen erneuten Versuch, die Situation am Darßer Nothafen zu klären. „Bereits 2009 erklärte Verkehrsminister Schlotmann den Beginn eines Raumordnungsverfahrens für den Raum Prerow – Darßer Ort. Außer fruchtlosen Diskussionen zwischen Gemeinde, Landesregierung und Naturschutzorganisationen liegt bis heute kein Ergebnis auf dem Tisch“, beklagt der Präsident des Landessegler-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern, Bodo Bartmann darin und ergänzt: „Die für den Betrieb des Nothafens zugesicherten Baggerungen sind unvollkommen, zu falschen Zeiten und mit teilweiser Verklappung des Baggergutes in den Hafen durchgeführt worden, so dass in der Saison 2012 überhaupt keine Nutzung des Hafens durch den Wassersport möglich war.“ An Gauck trete man heran, da er als aufrechter Christ und Landesvater den Schutz menschlichen Lebens erkannt und deshalb auch das Patronat über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernommen habe. Ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS ist auch am Darßer Ort stationiert.

Seit mehr als 20 Jahren kämpft der Verband inzwischen für die Erschaffung eines Etappenhafens vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Warnemünde und der Insel Hiddensee.

 

Hier findet sich der Link (PDF Dokument)

Offener Brief des SVMV an Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck

 

Kommentar des SRV zu dieser Problematik:

Es ist eigentlich alles gesagt. Es stellt sich für Politik und Naturschutzverbände die einfache Frage was Ihnen wichtiger ist: Glückliche Vögel oder Menschenleben. Die Naturschutzverbände setzen ihren Willen durch, koste es was es wolle. Die Politik ist zu unflexibel um auf dieses Problem zu reagieren. Uns geht es eigentlich gar nicht so sehr um die Freizeitwassersportler, sondern die Berufsschiffahrt. Der Verkehr wird weiter zunehmen auf der Ostsee, und manchmal geht es bei der Rettung von Menschenleben um Sekunden.

Wir selber haben bisher immer den Nachtschlag von Kiel nach Greifswald als besondere Herausforderung genossen. Mancher Freizeitkapitän sieht das sicherlich anders. Insbesondere für ältere Herrschaften ist dieser Schlag oft mehr als unangenehm. Wir gehen nicht davon aus, dass sich alsbald eine Lösung finden wird.